von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (21.03.2017)
Die durchgeführten Rodungsarbeiten am Toppersee nahmen die Bezirksfraktionen von SPD und Grüne/Linke zum Anlass, sich durch die Verwaltung die geplanten Maßnahmen vor Ort erläutern zu lassen.
Der Bereich des alten Verschiebebahnhofs zwischen Toeppersee und Jägerstraße, südlich der Beekstraße, soll entwickelt und naturnah umgestaltet werden. Die Fläche befindet sich im Eigentum der Stadt Duisburg, die Zuständigkeit liegt beim Amt für Umwelt und Grün. Es handelt sich um eine Gesamtfläche von etwa 15 ha. Südwestlich angrenzend liegt noch ein Bereich mit einem Grünzug, mit Wegen, Wiesen und Wald- bzw. Gehölzflächen, die eine Gesamtgröße von etwa 7 ha ausmachen. Die für die Aufforstung zu bearbeitende Fläche macht etwa 8 ha aus.
Für die Grünentwicklung im Stadtbezirk Rheinhausen hat diese aufzuforstende Fläche eine hohe Bedeutung, denn sie verbindet das Intensiv-Erholungsgebiet Toeppersee mit dem bewaldeten Gelände rund um den Bergheimer Wasserturm – derzeit im Eigentum der Stadtwerke Duisburg AG. Weiter geht es über den Grünzug „Auf dem Berg“ bis zum Volkspark Rheinhausen.
Die Entwicklung des südlichen Teils mit einer Fläche von etwa 3,5 ha ist im Rahmen einer KIDU-Maßnahme (Kommunale Investitionen in Duisburg) vorgesehen. Die übrigen Flächen werden im Rahmen von Ersatzaufforstungen durch Drittmittel-Finanzierung (Ersatzgelder) realisiert.
Ziel ist es die Fläche mit verschiedenen Wegen zu erschließen, wobei die vorhandenen Zugänge attraktiv ausgebaut werden sollen. Da die Fläche derzeit intensiv von Hundehaltern belaufen wird und die Standorte der in der Nähe befindlichen Auslaufflächen nicht optimal sind, sind aufgrund des vorhandenen großen Bedürfnisses zwei neue Hundeauslaufbereiche vorgesehen.
In den Randbereichen soll die vorhandene Vegetation so weit als möglich erhalten bleiben. Die zentrale Fläche sollte als Wald entwickelt werden. Das bedeutet dauerhaft eine extensive, kostengünstige Unterhaltung der Fläche. Gleichzeitig liefern die neuen Waldflächen, im als extrem waldarm eingestuften Stadtgebiet Duisburgs, zahlreiche Vorteile wie CO² Bindung, Staubreinigung, kleinklimatische Verbesserung sowie natur- und artenschutzbezogene Vorteile. Des Weiteren sind Waldflächen besonders wichtig für viele Insekten, Wildtiere wie auch für Pilz- und Pflanzenarten.
Die zentrale und zur Waldentwicklung vorgesehene Fläche ist eine Altlastenverdachtsfläche. Um die Gefahr von Schadstoffausträgen aus dieser Fläche dauerhaft zu minimieren und um den neu zu pflanzenden Bäumen bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu verschaffen, ist auf Teilflächen eine Bodenabdeckung von 0,80 bis 1,50 m vorgesehen.
Die Erledigung der erforderlichen Arbeiten soll nach folgendem Ablaufschema erfolgen:
- Die Beseitigung von Brombeerbüschen, einzelnen Bäumen und Sträuchern ist bereits bis zum 28.02.2017 erfolgt.
- Aussagen der Kollegen des Amtes 31-14 (Untere Bodenschutzbehörde) zur Gefährdungseinschätzung der Fläche vor dem Hintergrund der geplanten Nutzung liegen bereits vor.
- Die Detailplanung zur Flächenentwicklung und –gestaltung wird aktuell erstellt.
- Bei Waldentwicklung ist die erforderliche Erstaufforstungsgenehmigung einzuholen
- Die Bodenlieferung und der Bodeneinbau sind über eine Baugenehmigung und einen privatrechtlichen Vertrag zu regeln
- Die Bepflanzung der südlichen Teilfläche, die Rekultivierung der nicht zur Bepflanzung vorgesehenen Flächen und der erforderliche Wegebau muss für die südliche Teilfläche bis Ende Oktober 2018 erfolgt sein
- Der nördliche Teil der Fläche soll spätestens bis zum Frühjahr 2019 fertiggestellt sein
Bilder der Aufforstungsfläche am Toeppersee
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