Besatz mit Rotfedern zur Eindämmung der Kanadischen Wasserpest

von Manfred Krossa, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen (07.03.2013)

Seit Jahren ist der Toeppersee durch die Kanadische Wasserpest Elodea so stark belastet, dass die anliegenden Vereine ihre an den Toeppersee gebundenen Aktivitäten nur noch beschränkt ausüben können. Als ein Lösungsvorschlag wurde 2011 von der Verwaltung beschlossen, Rotfedern einzusetzen, um die Wasserpflanzen niedrig zu halten, so der SPD Fraktionsvorsitzende Manfred Krossa. Mit einer Anfrage hat die SPD Fraktion die Verwaltung aufgefordert, die bisher gesammelten Erfahrungen darzustellen. Laut Verwaltung wurden bisher 1000 Kg geschlechtsreife Rotfedern eingesetzt, davon bereits im März 2011 650 kg. Dies entspricht einer Anzahl von ca. 4300 Fischen.

Der Toeppersee ist Heimat einer großen Anzahl von Kormoranen. Wie viele der eingesetzten Fische in deren Nahrungskette gelangten, kann nicht überprüft werden, doch nach Auskunft des Angelvereins ist der Verlust nur gering. Auch die Fangstatistik der Angler zeigt, dass nur wenige Rotfedern geangelt wurden.

Auf die Frage der SPD, wie denn der Erfolg durch die eingesetzten Rotfedern zu beurteilten ist, antwortete die Verwaltung, dass bisher keine verwertbaren Ergebnisse vorliegen. Im Jahr 2015/2016 soll aber überprüft werden, ob sich die Rotfedern vermehrt haben. Erst langjährige Beobachtungen werden zeigen, ob der Besatz mit Rotfedern das Problem Elodea lösen kann.

Auf jeden Fall kann aber bereits heute wissenschaftlich gezeigt werden, dass der Einsatz von Rotfedern ein ökologisch sinnvoller Weg ist, dem Wachstum der Kanadische Wasserpest zu begegnen.