von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (10.04.2012)
Der Besitzer eines Betriebs in Rumeln-Kaldenhausen beobachtete, wie gegen 13.00 Uhr zwei Männer eine Kleingartenanlage durch ein Gebüsch, beladen mit Säcken verlassen haben. Das auffällige Verhalten hatte ihn bewogen aufmerksam hinzusehen. Dabei bemerkte zu seinem Erstaunen, dass die beiden Verdächtigen auch sein Grundstück betraten und sich dort bereitgestellter Behältnisse bedienten. Er konnte beiden Männern den Fluchtweg blockieren und versuchte telefonisch die Polizei zu verständigen. Sein Anruf bei der Wache wurde folgendermaßen beantwortet: „Im Moment können wir nicht kommen, da kein Einsatzwagen zur Verfügung steht.“ Er versuchte trotzdem, die beiden Männer an der Flucht zu hindern. Verständlicherweise gelang ihm dies aber nur über kurze Zeit. Die Männer stießen ihn zu Boden und konnten mit einem Teil der Beute entkommen.
Der Einsatzwagen der Polizei traf dann gegen 14.30 h am Tatort ein.
Es ist für einen Bürger schwer verständlich, das so etwas möglich ist. Eine Straftat wird durchgeführt, ein Bürger versucht dies zu vereiteln und die Polizei gibt faktisch am Telefon die Empfehlung: lassen sie die Täter doch laufen, wir können im Moment nicht kommen.
Der Presse war in den letzten Wochen zu entnehmen, dass die Besetzung der Wachen weiter reduziert werden soll. Ist dies bereits vollzogen worden?
Ist das aufgezeigte Problem bereits die Konsequenz der Reduzierung?
Wie sicher können sich die Bürger nach den Veränderungen noch fühlen und wer wird denn zukünftig noch die Zivilcourage aufbringen, Tätern den Weg zu verstellen, wenn er noch nicht einmal sicher ist, Unterstützung von der Polizei zu bekommen?
Für die SPD Rheinhausen ist ein solcher Zustand nicht akzeptabel.
Hoffentlich bleibt das Geschilderte nur ein Einzelfall und die Polizeipräsenz der zuständigen Wachen und die vor Ort nicht weiter reduziert.