von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (04.10.2011)
Wieder einmal wird versucht, die Sportstätten von Moers, die auf Schwafheimer Gebiet liegen, in den Außenbereich, an die Stadtgrenze von Duisburg, im Ortsteil Trompeter zu verlagern. Was den Schwafheimer Bürgern nicht weiter zumutbar sein soll, müssten dann die Trompeter Anwohner ertragen. Dieser Entwurf soll, wie schon einmal in den 80 er Jahren geplant, zwischen Römerstraße, Kirchfeld und Düsseldorfer-Straße umgesetzt werden. Also in einer Freifläche, die der Grünvernetzung dient.
Nach geltender Planungsausweisung handelt es sich eindeutig um einen Außenbereich nach § 35 Baugesetzbuch, in dem solche Bauvorhaben nicht zulässig sind. Daher ist nach dem geltenden Gebietsentwicklungsplan an dieser Stelle ein solches Bauvorhaben unzulässig.
Die bisherigen Sportflächen in Schwafheim lassen sich natürlich gut vermarkten und sollen zu einem Erlös von mehr als 6 Mio Euro führen. Die neu geplante Fläche würde, bedingt durch den Außenbereich, sicherlich zum Grünlandpreis erworben werden können. Aus Sicht des Sportes ein gutes Schnäppchen und für die Schwafheimer Bürger im Umfeld der jetzigen Sportanlagen eine Entlastung, einhergehend mit einer Verbesserung des Wohn- und Freizeitwertes.
Sport braucht große Unterstützung, daher haben wir Verständnis für die Belange des Moerser Sports, aber müssen die neuen Sportstätten an der Duisburger Stadtgrenze entstehen, wo es im Ortsteil Schwafheim doch genügend andere Freiflächen gibt? Würden diese für die sportlichen Belange genutzt, wären die Duisbürger Bürger nicht tangiert.
Es ist immer einfach, ein Problem in den Grenzbereich einer anderen Stadt zu verlagern. Hier ist nur zu hoffen, das die Moerser Politiker diesem Planungswunsch, die Sportstätten an die Stadtgrenze zu verlagern, nicht folgen.
Würden sie aber einer neuen Planung zustimmen, so dürfte ihr Ziel nur lauten: Ein Standort finden, der für alle verträglich ist. Das würden wir den Schwafheimer Sportlern gönnen und den Duisburger Bürgern wünschen.
Unser Appell: Neue Sportstätten dürfen nicht am Standort Römerstraße, Kirchfeld- und Düsseldorfer-Straße errichtet werden. Sollten bei der Umsetzung der neuen Sportstättenplanung dieses nicht beherzigt werden, kündigen wir schon jetzt unseren erbitterten Widerstand an, der auch verwaltungsrechtliche Schritte einbeziehen wird.