von Gerti Asch, Pressesprecherin SPD Ortsverein Friemersheim (08.09.2014)
Mit einem voll besetztem Bus ging es bei gutem Wetter an die schöne Ahr.
Erster Programmpunkt war die Besichtigung des ehemaligen Regierungsbunkers. Ein ehemaliger ungenutzter Eisenbahntunnel, der schon für die Champignonzucht und im zweiten Weltkrieg für Rüstungsarbeiten für die V-2 Raketen genutzt wurde.
Die Anlage sollte gegen den Angriff mit atomaren Waffen sicher sein. 30 Tage hätten 3000 Menschen der Notverwaltung in diesem Bunker leben können.
Das wäre die Bundesregierung und militärisches und ziviles Personal gewesen.
Damit sollte sichergestellt werden, dass die Bundesrepublik Deutschland auch bei einem nuklearen Krieg regiert werden könnte.
Offiziell war der Bunker eine Anlage des THW, das Personal war zu strengster Geheimhaltung verpflichtet. Bereits 1962 gab es ein geheimes Gutachten, dass die Anlage im Ernstfall kollabieren würde. Aus politischen Gründen wurde das Bauprojekt weiter geführt. Die geschätzten Baukosten betrugen ca. 3 Milliarden DM und der Rückbau des Bunkers 16 Millionen Euro.
Nach einer kurzen Eifelrundfahrt wartete ein schmackhaftes Mittagessen auf die Teilnehmer.
Eine Weinprobe in Mayschoss rundete den schönen Tag ab. Über den Weinanbau und die Qualitätsunterschiede der Weine wurden die Mitglieder für den nächsten Weinkauf kundig gemacht.