Volkstrauertag: Ein Gedenktag gegen jeden Krieg, gegen Verschleppung und Missachtung der Menschenrechte

Von SPD Ratsherr Manfred Krossa (17.11.2014)
Von Jahr zu Jahr begehen wir den Volkstrauertag zur Mahnung der Lebenden an die Opfer der Kriege, der Verschleppten und den Menschen, denen ihre Menschenrechte genommen wurden. Es stellt sich aber die Frage, ob die Welt noch zu retten ist, denn die Anzahl der Kriege und Misshandlungen von Menschen haben zugenommen. Ein Flächenbrand gleich, verbreitet sich gerade in den Entwicklungsländern die Gewalt gegen Menschen. Die Bemühungen der Außenpolitiker verpuffen an den verhärteten Fronten der Beteiligten. Aber eines ist in allen Krisengebieten gleich, es herrschen die Waffen.
Der SPD Ortsverein Rumeln-Kaldenhausen hat in alter Tradition am Volkstrauertag der Toten der Weltkriege und der verschleppten ZwangsarbeiterInnen gedacht, deren Mahnmale auf dem Friedhof von Rumeln-Kaldenhausen aufgestellt sind. Mit einem Gedenkspruch von Hermann Hesse wurde der Zwangsarbeiter gedacht, deren Mahnmal die Form eines orthodoxen Kreuzes besitzt.
Anschließend sind die Mitglieder der SPD Rumeln-Kaldenhausen zur zentralen Gedenkfeier auf dem Trompeter Friedhof gefahren. Begleitet vom Rumelner Posaunenchor unter der Leitung von Alfred Schroeter und dem „Kleinen Chor Friemersheim“ fand der Volkstrauertag in einem würdigen Rahmen statt. Der SPD Bezirksbürgermeister Winfried Boeckhorst erinnerte in seiner Rede an die vielen Menschen, die ihr Leben für falsche Ideologien geopfert haben und derer, die durch Gewalt, Verschleppung und Missbrauch starben oder für ihr Leben gezeichnet wurden und werden.
Helmut Herbst vom Sozialverband VdK Ortsgruppe Rheinhausen erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der Wunsch, nie mehr Krieg zu haben, scheinbar nie in Erfüllung gehen wird. Staaten, die von Machtmenschen beherrscht werden, religiöse Eiferer, die an allen Stellen unserer Gesellschaft Schrecken Trauer und Tod auslösen können, gibt es nach wie vor. Wir können nur mahnen, Vorbild sein und einig sein im Bestreben, den Menschen zu helfen, die ihre Heimatländer verlassen mussten oder dort inhaftiert und ohne Menschenrecht versuchen zu überleben.
Pfarrer Mehring sprach die kirchlichen Gedenkworte. Er stellte im besonderen heraus, dass die Schrecken, die Gewalt die Verletzungen und häufig auch der Tod den Menschen, unabhängig von ihrem Glauben, zugefügt wurden. Der Volkstrauertag sollte Anlass sein nachzudenken, nachzudenken darüber, wie gut es uns doch geht, was unser demokratischer Staat für einen Gewinn für alle darstellt und wie weh es denen tun würde, die für unsere heutige Freiheit und für unsere Demokratie ihr Leben gegeben haben. Aber es gibt viel zu viele Nationen, die noch weit von einer Demokratie entfernt sind, wo Menschen in die Öffentlichkeit treten, um für Freiheit zu kämpfen. Nicht selten endet auch noch heute dieser Kampf in Verfolgung, Folter und Gefängnis. Er endete seine Ansprache mit dem Glaubensbekenntnis der „Vereinten Nationen“:

Herr aller Herren, Du willst, dass die Menschen miteinander in Frieden leben. Wir bitten Dich: Zeige den Politikern, wie sie die Spannungen lösen und neue Kriege verhindern können. Lass die Verhandlungen unter den Nationen der Verständigung dienen und führe die Bemühungen um Abrüstung zum Erfolg.
Wir bitten Dich um gerechte Lösung der Konflikte, die Ost und West, Nord und Süd, Farbige und Weiße, arme und reiche Völker voneinander trennen.
Lass nicht zu, dass wir mitmachen, wenn Hass und Feindschaft Menschen gegeneinander treiben. Hilf uns, Frieden halten, weil Du mit uns Frieden gemacht hast.

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Durst gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennungen nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz den Namen Mensch tragen. Amen.

Bilder zum Volkstrauertag 2014
Volkstrauertag
Andacht vor dem orthodoxen Kreuz der ZwangsarbeiterInnen
Volkstrauertag
Bukett zur Würdigung der ZwangsarbeiterInnen
Volkstrauertag
Vortrag eines Gedichts von Hermann Hesse
Volkstrauertag
Rumelner Posaunenchor
Volkstrauertag
„Kleiner Chor Friemersheim“
Volkstrauertag
SPD Bezirksbürgermeister Winfried Boeckhorst
Volkstrauertag
Helmut Herbst, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Rheinhausen
Volkstrauertag
Kath. Pfarrer Johannes Mehring
Volkstrauertag
Kranzniederlegung des Bezirks Rheinhausen und des VdKs
Volkstrauertag
Kränze vor dem Mahnmal