Aufgabe der Hofkonzerte in der Bezirksbücherei Rheinhausen

von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (02.04.2013)

Seit vielen Jahren bereichern erfolgreiche Hofkonzerte in der Bezirksbibliothek Rheinhausen die Sommerzeit. Nach den letzten Gastspielen ahnte noch niemand, dass eine 28 jährige Erfolgsgeschichte eingestellt werden soll. Die Vorgehensweise, die die Verwaltung mit der beabsichtigten Beendigung der Hofkonzerte hier an den Tag legt, kann nur verurteilt werden. Der SPD Bezirksverband verwehrt sich dagegen, dass hier eine traditionelle bezirkliche Kultur zerstört werden soll, die über viele Jahre aufgebaut wurde und einen großen Anhängerkreis hat. Die durch ein breit gefächertes Angebot bekannte Veranstaltung darf nicht durch eine einseitige, unbedachte Reaktion zerstört werden, denn einmal beendet heißt in der Regel keine Neuauflage, ein Schaden, der irreparabel ist, so der SPD Ratsherr Reiner Friedrich. Soll Rheinhausen etwa zur Kulturwüste werden?

Bei allen Problemen, die zurzeit auf die Verwaltung zukommen, wird versucht, die Politik einzubinden oder als Handelnde vor den Karren zu spannen. Nur bei den sensiblen Fällen, wie bei den Trauungen außerhalb des Standesamtes, zum Beispiel im Friemersheimer Lehrerhaus, oder hier bei den Hofkonzerten, werden einsame Entscheidungen getroffen und die Politik des Handelns beraubt. Es muss nun dringend mit den Verantwortlichen gesprochen werden. Wir bitten sie Herr Dr. Barbian als Direktor der Stadtbibliothek das Gespräch mit der Bezirkspolitik zu suchen, um für alle Beteiligten eine gangbare Lösung zu finden.

Das Einbinden der Kommunalpolitiker oder der Engagierten aus der Rheinhauser Kulturszene hätte sicher dazu geführt, dass sich Lösungswege aufgetan hätten. Es wurde wieder einmal Porzellan zerschlagen, welches die Politik jetzt kitten muss.

Anzumerken ist ferner, dass die Veranstaltungen der Hofkonzerte seit Beginn kostendeckend sind und den Haushalt der Stadt mit keinem einzigen Euro belasten.

Wir fordern sie auf, Herr Dr. Barbian, andere Möglichkeiten zu finden, damit die Hofkonzerte als kulturelle Bereicherung unseres Bezirks weiter bestehen bleiben. Die Bezirkspolitik wird sich bei der Lösungsfindung, wie andere engagierte Bürger, nicht verschließen.