Behinderung der ÖPNV Buslinie über die „Brücke an der Cölve“ in Rheinhausen Trompet

von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (05.04.2013)

Wie der SPD Bezirksverband Duisburg Rheinhausen aus Moerser Quellen erfahren hat, sieht die aktuelle Beurteilung des Gutachters, der den Zustand der „Brücken an der Cölve“ überprüft hat, niederschmetternd aus. Die SPD hat bereits seit Jahren den maroden Zustand der Brücke über die Bahn in Rheinhausen Trompet angemahnt, doch Moers als Besitzer der Brücke hat bisher nicht gehandelt.
Vor einem Jahr wurden vor der Brückenüberfahrt Höhenbegrenzer angebracht, damit zwar die Busse der DVG noch durchfahren können, aber LKWs verhindert werden. Nun hat der Gutachter vorgeschlagen, auch den Busverkehr nicht mehr über diese Brücke zuzulassen, so der SPD Ratsherr Reiner Friedrich. Ab Mai soll die Brücke für den ÖPNV gesperrt werden.
Was passiert dann mit den Buslinien 924 und SB42? Diese müssten dann wahrscheinlich über die Neustraße und Lohstraße geführt werden, wobei die Lohstraße hierfür sicherlich nicht ausgelegt ist. Vor allem verliert der SB42 seinen Status Schnellbus zu sein!

Seit mehr als 10 Jahren verspricht die Stadt Moers einen Brückenneubau, denn sie ist als Besitzerin verpflichtet, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die für den Bezirk Rheinhausen wichtige Hauptwegeverbindung aufrecht zu halten.

Dringend muss auch die Frage geklärt werden, wie der Rettungsweg vom Ortsteil Rumeln-Kaldenhausen zum Johanniter-Krankenhaus ausgewiesen wird. Durch eine Sperrung ergeben sich erhebliche Umwege.

Wann die Stadt Moers die für den Neubau wichtigen Beschlüsse fasst, steht in den Sternen. Gespräche, die wir regelmäßig geführt haben, führten immer zu Folgeterminen. Beim letzten Gespräche mit dem Moerser Bürgermeister (2011) sollte 2013 aufgrund der Haushaltslage ein Beschluss gefasst werden, damit ein Förderantrag beim Land gestellt werden kann.
Getan hat sich nichts!
Der Neubau der Brücke kostet nach Planungsangaben der Stadt Moers rund 3 Mio. Euro, von denen die Stadt Duisburg einen geringen Teil mittragen müsste. Dieser Duisburger Anteil war aufgrund der Zusagen der Stadt Moers bereits seit Jahren fest im Haushalt der Stadt eingestellt. Durch das Verhalten von Moers konnten diese Mittel aber nicht abgerufen werden, da die Stadt Moers als Besitzer die entsprechenden Beschlüsse nicht gefasst und somit keinen Förderantrag eingereicht hat, obwohl sie dies mehrfach zugesagt hat.

Mittlerweile müssten die Kosten für die Gutachten (jährliche Überprüfung) bereits höher sein, als der Kostenanteil der Stadt Moers, um die Brücke neu zu bauen. Der Moerser Eigenanteil liegt bei 20%, also rund 600.000 Euro, wovon die Stadt Duisburg rund 100.000 Euro übernehmen müsste.

Viele Bürger aus dem Raum Rumeln-Kaldenhausen und Bergheim kaufen gern in Moers ein und nutzen dazu die Wegeverbindung über die „Brücke an der Cölve“. Auch für die Betriebe, die im Bereich dieser Verkehrsbeziehung angesiedelt sind, führt eine Sperrung zu erheblichen Einbußen ihres Umsatzes.

Aber alle diese Argumente haben die Stadt Moers bisher nicht zum Handeln bewegt.