SPD Bezirksverband Duisburg-Rheinhausen (28.11.2019)
SPD Fraktionschef Bruno Sagurna in Rheinhausen
Im Rahmen der Reihe „Bürger fragen – Politiker antworten“ hatte der SPD Bezirksverband Rheinhausen in das Lene-Reklat-Seniorenzentrum eingeladen. Als Gast konnten die Genossen den Vorsitzenden der SPD Ratsfraktion in Duisburg, Bruno Sagurna, gewinnen. Er wurde begrüßt von Dirk Smaczny, dem Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Rheinhausen-Mitte.
Auf die Digitalisierung der Stadt angesprochen, insbesondere auf weiße Flecken in der Stadt, wo man von Internet nicht sprechen kann (beispielsweise Teile von Winkelhausen), meint Sagurna, dass so etwas nicht sein darf. Gleichzeitig kritisierte er den Bund, der zur Behebung solcher Internetlöcher Geld an die Kommunen verteilt. Erstens sei das Verfahren zu aufwendig und zweitens haben die Kommunen keine Erfahrung im Leitungsbau. Da wäre es besser gewesen, das Geld direkt an die Netzbetreiber zu geben mit der Maßgabe, diese Löcher zu stopfen. Duisburg habe diese Gelder natürlich beantragt und zugewiesen bekommen. Sie würden dafür eingesetzt, solche weißen Flecken auf der Landkarte zu beseitigen.
Große Sorgen macht sich der Fraktionsvorsitzende wegen der aufziehenden dunklen Wolken über Thyssenkrupp Stahl. „Mit Sozialplan geht da nicht mehr viel. Die meisten Älteren sind schon raus. Die Belegschaft hat ein junges Durchschnittsalter. Sie müsse die Fehler des Managements ausbaden“. Sagurna: „Ich kann mir Duisburg ohne Stahl nicht vorstellen.“
Zu Thema Umwelt betonte Sagurna, dass hierzu in Duisburg schon viel gemacht wurde. Natürlich dürfe man nicht aufhören, es gibt noch genügend zu tun.
Etwas skeptisch äußerte er sich zur e-Mobilität. Das ganze Thema sei noch nicht zu Ende gedacht, zum Beispiel was die Entsorgung der Batterien angeht. Positiv hob Bruno Sagurna daher hervor, dass die Wirtschaftsbetriebe Duisburg sich an einem Projekt für wasserstoffbetriebene Entsorgungsfahrzeuge beteiligen. Auf diese Weise würden die Wirtschaftsbetriebe einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Auf „The Curve“ im Innenhafen angesprochen gab sich Sagurna optimistisch: „Wenn alles klappt, kann man im Frühjahr nächsten Jahres Bautätigkeiten sehen.“
Bruno Sagurna (l) und Dirk Smaczny. |
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