Von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (10.08.2017)
Der SPD Bezirksverband Duisburg Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen hat in seiner letzten Sitzung die Problematik der Brücke an der Coelve diskutiert. Unabhängig von den derzeit zu lösenden Problemen fordert der SPD Bezirksverband, dass im Bereich des Stadtteils Trompet eine Gebietskorrektur durchgeführt werden muss. Der Bereich von der alten Römerstraße und weiterführend bis an die ehemalige B57 und dort entlang bis Rumeln, sollte im Rahmen einer Gebietsübertragung diese Fläche von Moers nach Duisburg abgetreten werden. Dies ist nach der Kommunalverfassung NRW möglich! In einem Gespräch, welches im Jahre 2009 mit dem ehemaligen Moerser Bürgermeister Ballhaus geführt wurde, ist diese Möglichkeit bereits diskutiert, aber von Moerser Seite nicht weiter verfolgt worden. Hiermit würden in diesem Bereich neben der Brücke auch viele versorgungstechnische Probleme gelöst. Nach einer Flächenübertragung könnte Duisburg den so wichtigen Bau der Brücke an der Coelve in Eigenregie planen und bräuchte nicht in Moers als Bittsteller auftreten.
Das Problem der Brücke ist seit mehr als 15 Jahren bekannt! Die Stadt Moers hat in diesen Jahren schon viele Versprechen abgegeben, die Brücke neu zu bauen. Bereits sehr früh hat die Stadt Duisburg ihren Anteil (gemäß Brückenvertrag) in ihrer mittelfristigen Finanzplanung eingestellt, aber Moers hat bisher keine Zusage gehalten. Für die Moerser hat die Brücke auch keine Priorität. Es ist die einzige Brücke der Stadt Moers und nur für wenige Moerser Bürger von Bedeutung. Im Gegensatz dazu stellt die Brücke an der Coelve eine wichtige Verbindung für Duisburg dar. Ob als Rettungs- und Versorgungsweg, Linienweg des ÖPNV oder als Verbindung zwischen Rumeln-Kaldenhausen und Trompet, Oestrum bzw. Bergheim, die Frequentierung der Brücke war hoch.
Die Stadt Moers stellt bereits geschlossene Verträge, wie sie im Fall der Brückensanierung 2014 vorgenommen wurden, wieder in Frage, weil sich die Ausgangsposition durch neue Auflagen der Bahn wieder verändert hat. Nunmehr muss der Abstand der Brücke zum Fahrdraht erhöht werden.
Mit der Gebietsübertragung könnte die Stadt Duisburg endlich handeln und auch die Planungen und Förderanträge zeitnah erledigen. Für die Stadt Duisburg bringt der verzögerte Brückenbau nur Kostennachteile durch veränderte Rettungswege und längere Strecken des Nahverkehrs. Wir bitten daher die Duisburger Verwaltung bei den laufenden Gesprächen mit der Stadt Moers diese Lösungsvariante zu favorisieren und in das Verhandlungspaket mit aufzunehmen, denn so wären für diesen Bereich viele Probleme zukünftig einfacher, denn der Grenzverlauf in diesem Bereich ist sehr komplex und orientiert sich nicht mehr an den jetzigen Erschließungs- und Versorgungsbedingungen.
Im Moment können wir leider nicht handeln, denn wir sind in diesem Bereich zu stark von der Stadt Moers abhängig.