Die Duisburger Verwaltung ist führungslos

von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (21.12.2011)

Wie man am Beispiel des NS-Dokumentationszentrums sehen kann, hat die Verwaltung keine einheitliche Linie und keine Führung. Wie sonst ist es denkbar, dass man ein solches Zentrum bauen lässt bzw. langfristig anmietet, sich dies auch noch genehmigen lässt, ohne dass der Betrieb gesichert ist. Dass hierfür Personal gebraucht wird, ist seit dem Beschluss bekannt und hätte mit in die Personalplanung einfließen müssen. Eine interne Abstimmung in der Verwaltung findet wohl nicht mehr statt. Hier wird erst gehandelt um dann vom Kämmerer, der auch Mitglied der Verwaltung ist, gesagt zu bekommen, dass es nicht geht.
Das kann und will man nicht verstehen. Dies ist wieder ein aktuelles Beispiel dafür, wie Dinge in der Verwaltung zurzeit ablaufen. Hier fehlt es an der nötigen Führung! Ein Führungskonzept wird schmerzlich vermisst , das Schiff Verwaltung trudelt. Wie lange kann Duisburg sich das noch leisten?

Auch am Beispiel des seinerzeit abgesagten Jugendaustausches mit der Türkei wird dies ebenfalls deutlich. Hierbei hat die Absage höhere Kosten verursacht, als der tatsächliche nötige Zuschuss und als Spitze dann noch die Aussage des Oberbürgermeisters in der Ratssitzung: „als er davon erfahren habe, hätte er sofort einen Sponsor besorgt, leider wäre aber schon der Austausch abgesagt worden“. Wieso hat er davon erst so spät erfahren, obwohl der Vorgang in der Verwaltungskonferenz behandelt wurde?

Die Liste solcher Vorgänge könnte noch um mehrere Seiten ergänzt werden. Eine finanziell so gebeutelte Stadt wie Duisburg, sollte sich so etwas nicht erlauben. Hierdurch wird das Vertrauen in die Verwaltung und auch zur Politik aus Sicht des Bürgers nicht gefördert .
Duisburg braucht aber seine Bürger und deren Engagement und Unterstützung, damit diese Stadt unter dem finanziellen Druck auch zukünftig für die Bürger noch Lebensqualität bieten kann.