Zu einem gemeinsamen Frühstück traf sich die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) des SPD Ortsvereins Rumeln-Kaldenhausen in der Gaststätte Stellwerk Hof im Ortsteil Hohenbudberg. Referentin war Sarah Philipp, eine der jungen Frauen des SPD AsF Unterbezirksvorstandes. Nach der Begrüßung durch Inge Mellenthin-Krossa, AsF Beauftragte der SPD Rumeln-Kaldenhausen, wurde in gemütlicher Runde ein gemeinsames Frühstück eingenommen. Anschließend stellte Inge Mellenthin-Krossa Sarah Philipp vor, die zusammen mit Katharina Junk einen Vortrag zur Frauenquote erarbeitet hat. „Das dieses Thema heute nach wie vor aktuell ist, kann nach den Inhalten des Grundgesetzes und den großmundigen Versprechungen aus der männerdominierten Gesellschaft keiner verstehen, besonders nicht die Frauen“, so Inge Mellenthin-Krossa. Dann hatte Sarah Philipp das Wort und referierte zum Thema:
Pro und Contra „Frauenquote“; Hintergrund und aktuelle (politische) Diskussion
Aufmerksam lauschten die Teilnehmerinnen dem interessanten Vortrag der jungen Genossin. Sie begann mit dem Motto: „Ohne Gleichstellung kein Fortschritt“, welches zum Jubiläum: 100 Jahre SPD Frauentag herausgegeben wurde. Der angestrebte Zweck der Quote, so Sarah Philipp, ist die Gleichstellung von Frauen und Männern in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Auch heute noch gilt, dass Frauen in der Gesellschaft bei politischen Entscheidungsprozessen und anderen Ereignissen benachteiligt werden. Dies wird vor allem deutlich bei Einstellungsverfahren und Fragen zum beruflichem Aufstieg.
Alle sprechen von einer aufgeklärten, gerechten Gesellschaft, doch das Gleichstellungsprinzip wird dabei nach wie vor ausgeblendet. Frauen sind dementsprechend nicht nach ihrem Bevölkerungsanteil an Macht und Einkommen beteiligt, sondern in den niedrigeren Lohnklassen bzw. einkommensschwachen und einfach qualifizierten Berufssparten besonders stark vertreten. Folge ist, dass die Interessen der gesellschaftlichen Gruppe der Frauen aufgrund der geringen Anzahl von Frauen in höheren politischen und wirtschaftlichen Positionen schlecht vertreten sind.
Dies widerspricht dem Ausbildungsstand und vor allem dem Leistungsniveau der Frauen, denn jedes Jahr machen mehr junge Frauen bessere Abschlüsse als junge Männer. „Aber wir finden nach ein paar Jahren diese klugen und hochqualifizierten Frauen nicht in den Spitzenstellungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik“, so Sarah Philipp.
Beispielhaft sei hier erwähnt, dass nur 2,2 Prozent der Frauen im Vorstand eines der 100 wichtigsten Konzerne sind.
Das Prinzip der Freiwilligkeit bei den Unternehmen hat versagt! Dies gilt ganz besonders für Deutschland.
Daher muss zukünftig der Gesetzgeber dafür sorgen, dass das Gleichstellungsprinzip Wirklichkeit wird.
Pro und Contra „Frauenquote“; Hintergrund und aktuelle (politische) Diskussion
Bilder des gemeinsames Frühstück der AsF Rumeln-Kaldenhausen |
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