Hitzeaktionsplanung mit dem Fokus auf ältere Menschen

Vom SPD Mitglied Manfred Krossa 25.08.2026
Die Auswirkungen der trockenen heißen Monate Juni und Juli haben gezeigt, das ältere Menschen insbesondere alleinlebende, kranke, pflegebedürftige oder mobilitätseingeschränkte Personen zu den besonders hitzegefährdeten Gruppen zählen. Die Duisburger Verwaltung hat daher einen Hitzeaktionsplan erstellt, der konkrete Maßnahmen beschreibt, die im Hitzefall genutzt werden können. So wurde eine Liste und eine Karte der kühlen Orte erstellt und veröffentlicht. Als Geck gibt es diese in Form eines Fächers, der sowohl die kühlen Orte zeigt wie auch kühle Luft fächern kann. Neu ist auch, dass in Bereich der U-Bahn die Orte betreten werden dürfen, an denen sonst Ticketpflicht gilt.

Kühle Orte sollten daher nicht nur als Stadtplanungsmaßnahme verstanden werden, sondern als niedrigschwellige Gesundheitsvorsorge. Daher sind bereits Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet installiert worden, die eine der Hitze entsprechende Flüssigkeitszufuhr erlauben. Weiter werden städtische Gebäude und Kirchen aufgeführt, die zur Abkühlung bereitgestellt werden.

Weitere Maßnahmen, die den Auswirkungen des Klimawandels entgegenwirken, sind die Pflege und der weitere Ausbau des Stadtgrüns inclusive der Planung von Dachbegrünung. Parallel wird Duisburg bereits seit mehreren Jahren konsequent zur Schwammstadt umgebaut. Dies ist besonders interessant, weil es Wasser- und Hitzevorsorge gleichzeitig ermöglicht. Die Planungen umfassen die Entsiegelung, die Regenwasserrückhaltung , die Verbesserung der Verdunstung und die Förderung von Bäumen und Vegetation, die Schatten und Kühlung schaffen.

Dazu gehören etwa:

  • mehr Straßenbäume und große Baumstandorte,
  • entsiegelte Plätze,
  • Retentionsflächen und Mulden,
  • begrünte Dächer und Fassaden,
  • wassersensible Spiel- und Aufenthaltsflächen,
  • Verschattung von Bushaltestellen und Sitzplätzen,
  • Regenwassernutzung für Stadtgrün.

Die sogenannte Blau-grüne Infrastruktur kann Hitze reduzieren und gleichzeitig Bewegung, Erholung und soziale Begegnung fördern.