In Moers bewegt sich nichts, bisher noch keine Lösung für die Brücke An der Coelve

Von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (28.10.2017).
Nach wie vor gibt es noch keine Bewegung der Stadt Moers, eine Lösung für die marode Brücke An der Coelve anzubieten. Neben den Duisburger Vorschlägen zur Planung eines Brückenneubaues an die Stadt Mores hat Anfang September die Bezirksvertretung (BV) Rheinhausen per Antrag die Errichtung einer Behelfsbrücke für die Brücke An der Coelve gefordert. Grund dafür ist die Tatsache, dass der Neubau einer Brücke nach Aussage der Stadt Moers – der durchaus realistisch ist – noch Jahre dauern kann. Die Stadt Duisburg hat die Forderung zur Errichtung einer Behelfsbrücke an die Stadt Moers zuständigkeitshalber weitergeleitet.
Zusätzlich hat sich der SPD Bezirksverband Rheinhausen mit Hilfe des SPD Landtagsabgeordneten (MdL) Rainer Bischoff um die Beschaffung einer Behelfsbrücke gekümmert, die beim Landesbetrieb Straßen NRW gegen Miete erhältlich ist.
Enttäuschenderweise kamen zu diesen Vorschlägen aus Moers immer nur die Antworten: „Die haben jetzt Wahlkampf“; „Geht nicht“ oder „Kommt gar nicht in Frage“. Dies heißt auf deutsch: Moers tut nichts! Alle bisher gemachten Zusagen, auch schriftliche Vereinbarungen und Verträge zur Kostenteilung aus den Jahren 2009 beziehungsweise 2014 haben offensichtlich für Moers keine Bedeutung.
Der Wahlkampf ist jetzt vorbei und Moers tut immer noch nichts. Vielmehr sagt Moers, dass auch der Bau der Behelfsbrücke mehrere Jahre dauert, weil sie die gleichen Genehmigungen der DB benötigt, wie der Brückenneubau. Der SPD Bezirksverband Rheinhausen sagt und hat das prüfen lassen, dass man gar keine Genehmigung benötigt, man muss nur die geforderte einspurige Behelfsbrücke in die bisherige Brücke schieben und vor der jetzigen Brücke entsprechende neue Brückenauflager schaffen. An dem bisherigen Brückenbauwerk braucht nichts verändert werden, also auch keine Absprachen mit der DB. Somit könnte die Situation, wie sie vor der Schließung vorhanden war, wieder hergestellt werden, eine einspurige Fahrbahn, wobei die Fahrtrichtungen durch Ampelsteuerung geregelt wird. Diese einspurige Brücke würde ca. 80.000 € Miete pro Jahr kosten. Aber im Gegensatz zur Moeser alternativ entwickelten Variante, eine neue Behelfsbrücke zweispurig neben die jetzige Brücke zu setzen mit Kostenschätzungen von mindestens 2 Mio. €, ist unsere vorgeschlagene Variante in wenigen Tagen umzusetzen und kostet auch über mehrere Jahre erheblich weniger. Wenn nach statischer Prüfung die in der Brücke oben liegenden Quertraversen entfernt oder durch andere Bauelemente ersetzt würden, könnte sogar der Bus wieder über die Brücke fahren. Die Kosten für so eine Behelfsbrückenlösung sind auf jeden Fall günstiger, als die jetzigen Kosten des ÖPNV Busses für den Umleitungsverkehr. Bei den zurückliegenden Reparaturen wurde stets über eine Kostenteilungen zwischen Duisburg und Moers gesprochen. Beim Einsatz einer einspurigen Behelfsbrücke wird man das wohl auch schaffen, besonders dann, wenn es eine Lösung für den ÖPNV Bus gibt.
Aber aus Moers kommen zu all diesen kreativen Vorschlägen keine sichtbaren Reaktionen und die Trompeter-, Oestrumer- und Rumelner Bürger müssen weiter leiden. Der SPD Bezirksverband Rheinhausen ist weiter an der Seite der Bürger, „auch nach dem Wahlkampf“. Wir werden uns auch weiter kreative Lösungen einfallen lassen, um Moers auf seine Pflichten hinzuweisen und uns in Erinnerung zu halten.