Sind die Maßnahmen der NordWestBahn ausreichend?

Von SPD Ratsherr Manfred Krossa (03.02.2019)
Das Angebot der NordWestBahn (NWB) ist in den letzten Jahren spürbar schlechter geworden. In Duisburg sind Fahrgäste besonders durch die vielen Zugausfälle der RB 31 „Der Niederrheiner“ betroffen, der die Strecke Duisburg Xanten abdeckt, so der SPD Ratsherr Manfred Krossa. Das unzureichende Angebot hat nun den VRR veranlasst, eine Mahnung gegenüber die NWB auszusprechen. Die NWB hat auch bereits reagiert und mitgeteilt, dass der Schienenersatzverkehr verbessert und neue Zugführer ausgebildet und eingesetzt werden sollen. So weit so schlecht, denn jeder, der den ÖPNV kennt, weiß, wieviel Zeit Busse als Schienenersatzverkehr benötigen, um die einzelnen Bahnhöfe anzusteuern. Es kann keine Lösung sein, wenn ein Fahrgast mehr als die doppelte Zeit benötigt sein Ziel zu erreichen. Es stellt sich zudem die Frage, ob der Schienenersatzverkehr überhaupt fährt, denn zurzeit funktioniert dieses Angebot nicht besonders. Fraglich ist auch, ob in den Stichzeiten der eingesetzte Bus die Fahrgastkapazität bereitstellen kann.
Es gibt nichts schlimmeres, einen Termin zu haben und dann auf Beförderung warten zu müssen.
Hier muss der VRR weiteren Druck auf die NWB ausüben, damit die Bahnverbindung sicher und zuverlässig angeboten wird, Schienenersatzverkehre dürfen nur die Ausnahme darstellen.
Des Weiteren kann man nicht nachvollziehen, dass es, wenn der RB 31 mal fährt, nur einen Triebwagen gibt! Gibt es auch ein Problem mit den Fahrzeugen? Diese Frage stellt sich auch vor dem Hintergrund, dass es häufig Probleme mit den Einstiegstüren gibt. Am Bahnsteig knubbeln sich die Fahrgäste vor den funktionierenden Türen. Im Zug wird nicht aufgerückt, da man den Ausstieg nicht verpassen möchte. Dies führt zusätzlich zur Verlängerung der Fahrtzeiten.
Gerade im Berufsverkehr, wenn das Fahrgastaufkommen groß ist, passiert es dann, dass nicht alle Pendler mitfahren können.
Das schreckt ab!
Überall wird von der Stärkung des ÖPNV gesprochen, die Realität sieht anders aus. Statt mehr Fahrgäste zu erreichen verursacht das miese Angebot die Abkehr vom öffentlichen Nahverkehr.
Wir wollen eine Normalisierung der Zugverbindungen, sichere, verlässliche Nahverkehrsverbindung mit kalkulierbaren Fahrzeiten. Das muss doch möglich sein.
Wenn das Angebot der NWB in einem übersichtlichen Zeitraum nicht besser wird, muss an Ersatzverkehre durch andere Bahnanbieter gedacht werden, deren Kosten durch die NWB zu übernehmen sind.