von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (04.04.2014)
Die SPD hat bei Ihrer Vorstellung der Lösungsmöglichkeiten für einen Mehrgenerationenplatz vor der ehemaligen Geestschule nur die Varianten aufgenommen, die im „Friemersheimer Bündnis für Familie“ erarbeitet wurden. Wir haben den politischen Wege bereitet, die Platzgestaltung jedoch soll bei den Pächtern und dem Bündnis für Familie bleiben. Diese Vorgehensweise als triviale Lösung abzutun, obwohl man sich kurz vorher über den Zustand des Platzes beschwert hat, kann keiner mehr verstehen.
Mit der von der SPD mitgetragenen Lösung kann kurzfristig gehandelt und der Platz gestalten werden. Die Aufenthaltsqualität der Kaiserstraße wird erhöht und damit auch die Einkaufssituation verbessert. Diesen Weg lehnt die CDU ab, um auf eine Planung zu warten, die erst noch erstellt werden muss und dessen Umsetzung gar nicht geregelt ist, weil die von der CDU ins Spiel gebrachten Flächen noch nicht einmal zur Verfügung stehen. Welcher Weg für Friemersheim der bessere ist, kann jeder selber bewerten.
Die von der CDU favorisierte Lösung bietet nur eine mittel- bis langfristige Perspektive, denn mit einem Plan hat man noch lange keine Umsetzung. Zur Umsetzung wären Städtebauförderungsmittel erforderlich, die bei den jetzt bekannten Förderprogrammen in den nächsten 10 Jahre nicht fließen würden, dass weiß auch die CDU.
Auch kann nicht von einem „Masterplan Friemersheim“ gesprochen werden, der nur die Fläche zwischen Kaiserstraße, Bachstraße und Windmühlenstraße umfasst, denn die Anforderungen an einen Masterplan sind viel weiter gefasst. Für die Gebiete, die die CDU ins Auge gefasst hat, reicht ein einfacher Bebauungsplan.
Die CDU Idee, den Markt Friemersheim einer Bebauung zuzuführen kann niemand mehr nachvollziehen. Politisches Planen besteht nicht darin, Aussagen in die Welt zu setzen, ohne sich weitere Gedanken über deren Tragweite zu machen. Hier macht es sich die CDU zu einfach und geht an einer realisierbaren städtebaulichen Lösung weit vorbei.
Die CDU Vorstellungen beinhalten eine Anpassung der Infrastruktur, wie Parkraum und Nahversorgung, auch der Abriss des Bunkers muss mit einbezogen werden, ein riesiges Investitionsvolumen, aber ein Investor ist nicht in Sicht.
Die SPD unterstützt die Verschönerung des Platzes vor der Geestschule. Wir sehen in der Nutzung als Mehrgenerationenplatz eine ansprechende Lösung, auch wenn sie in den Augen der CDUr trivial ist. Vor allem würde endlich dieser Schandfleck verschwinden.
Nachdenklich macht, dass die CDU 2008 die Erstellung eines städtebaulichen Gesamtkonzept für die Kaiserstraße und deren Umfeld abgelehnt hat, weil ja nach ihrer Aussage in Friemersheim kein Regelungsbedarf existierte.
Mit diesem Zickzack-Kurs würde Friemersheim ins Trudeln geraten.