von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (10.11.2011)
Die CDU Ratsfrau Partenheimer hat anlässlich der Jahreshauptversammlung der CDU Rumeln-Kaldenhauser eindeutig formuliert, dass der Oberbürgermeister Adolf Sauerland nach dem Willen der CDU nicht zurücktreten darf, weil Herr OB Sauerland der letzte noch amtierende Oberbürgermeister in den Revierstädten ist, welcher noch der CDU angehört. Wenn er zurücktreten würde, würde man dieses Feld den anderen Parteien überlassen müssen, so Gabriele Partenheimer. Traut sich die CDU nicht mehr zu, noch einmal einen Oberbürgermeister aus ihren Reihen aufzustellen, der auch gewählt wird?
Was ist das nur für ein demokratisches Verständnis?
Welchen Schaden die CDU mit Herrn OB Sauerland für Duisburg anrichtet, ist ihr egal. Hauptsache Machterhalt, das ist die Prämisse, welche oberste Priorität hat.
Ferner wirft die Ratsfrau Partenheimer der SPD vor, die Abwahl des Oberbürgermeisters auf Biegen und Brechen zu betreiben, wobei, so Gabriele Partenheimer, die Vorgänge um die Loveparade keine Rolle mehr spielen würden. Hat Ratsfrau Partenheimer noch nicht zur Kenntnis genommen, dass die Initiative für das Abwahlverfahren nicht von der SPD initiiert worden ist.
Des weiteren vergisst die Ratsfrau Partenheimer auch, dass die Vorgänge um die Loveparade bis heute nicht abgeschlossen sind, immer noch erhebliche Summen kosten und noch nicht klar ist, wann die Gerichtsverfahren durchgeführt werden.
Bezüglich des politischen Klimas kann man feststellen, das Ratsfrau Partenheimer in ihrer Wahrnehmung nicht falsch liegt, aber sie sollte sich auch die Frage stellen, durch welches Verhalten dies verursacht wird. Ein außenstehender Beobachter würde rasch feststellen, dass die CDU diese Barrieren selbst aufgebaut hat. Mit der Festlegung der CDU: „Wer gegen Sauerland ist, kann kein Freund der CDU sein“, kann keine Konstruktive Politik gemacht werden. Auch den Verlust der Ratsmehrheit nach den letzten Kommunalwahlen hat die CDU bisher noch nicht überwunden. Hieraus resultiert ein Blockadeverhalten, welches bei dem einen oder anderen CDU Mitglied zu einem entsprechenden Verhalten führt.
Doch erfreulicherweise kann gesagt werden, dass die von Ratsfrau Partenheimer gemachten Aussagen nicht für alle CDU Mitglieder gilt.