von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (24.07.2013)
Seit mehr als einer Woche liegen die Ergebnisse der letzten Brückenprüfung aus April/Mai für den Bürger sichtbar auf den Tisch, die Brücke darf nur noch mit 10 km/h befahren werden. Das heißt auf Deutsch Schleichfahrt.
Das ist bei Brücken in der Regel die letzte Maßnahme vor der endgültigen Sperrung, die dann im nächsten oder übernächsten Jahr erfolgen kann, je nach dem, wie das Ergebnis der Prüfung in einem Jahr ausfällt.
Schon seit Jahren fordern wir den Neubau der Brücke durch die Stadt Moers und werden immer wieder vertröstet, obwohl ein Förderantrag seit Jahren vorliegen soll, so der SPD Ratsherr Reiner Friedrich.
Die Stadt Moers braucht ja diese Brücke nicht, so die Aussage unserer Nachbargemeinde. Sie gehört ihr aber und wird auch von Moerser Bürger und Gewerbetreibenden genutzt, obwohl sie von Duisburger Stadtgebiet umschlossen wird.
Für Rumeln-Kaldenhausen ist sie vor allem wichtig als Rettungsweg und für die Buslinien des ÖPNV. Ein Neubau ist bis zur möglichen Schließung sicherlich nicht mehr möglich, da die Förderung noch nicht bewilligt ist und die nächste Runde der Bewilligungen erst im Herbst stattfindet.
Es sollte auf jeden Fall geprüft werden, ob nicht durch technische Maßnahmen die Haltbarkeit noch verlängert werden kann, denn diese wichtige Wegeverbindung muss erhalten bleiben. Was bei Rhein- und Autobahnbrücken möglich ist, muss doch auch an einfachen Bahnbrücken möglich sein.
Auch die Stadt Moers profitiert von der Brücke, denn viele Bürger aus dem Duisburger Westen kaufen in Moers ein. Der an der Stadtgrenze liegende Moerser Einzelhandel würde fühlbare Absatzprobleme bekommen, wenn die „Brücke an der Cölve“ gesperrt würde.